Kurios Ostercappeln

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Aktuelle Ausstellung

FAMILIENANGELEGENHEIT unter diesem Titel stellen Sarah Fischer und Robert Meyer in der Alten Mädchenschule aus. Auf Einladung des Kulturrings Ostercappeln e.V. KURIOS zeigen Vater und Tochter Malerei, Zeichnungen und Skulpturen. Sarah Fischer hat schon als Kind , wie auch andere Familienmitglieder, ihrem Vater Modell gesessen. Sie selbst malt seit ihrer Kindheit. In Ostercappeln zeigt sie Zeichnungen, die mit Fineliner und Bleistift entstanden sind. Sie hat ihre Motive in Medizinbüchern ihres Vaters gefunden und zeichnet sehr „friemelig“ verschiedene Organe. Diese Art zu zeichnen wirkt beruhigend auf die Künstlerin. „Der Bademeister“ , das Bild auf den Einladungen, ist mit Öl auf Leinwand auch ein Werk von Frau Fischer. Die Künstlerin arbeitet aktiv im Kunstkreis G-M-Hütte mit und beteiligte sich an zahlreichen Gemeinschaftsausstellungen in der Villa Stahmer. Nach „Mensch Meyer“ im April 2017 stellt Robert Meyer zum zweiten Mal in Ostercappeln aus. Der in Georgsmariehütte lebende und arbeitende Künstler zeigt in der Alten Mädchenschule ausschließlich Bilder, für die Familienmitglieder Modell gesessen haben. Meyer beherrscht souverän altmeisterliche Techniken und setzt seine Menschen liebevoll mit einem nachsichtigen Augenzwinkern in Szene. Seine Kohle- und Bleistiftzeichnungen gleichen fast Fotografien. Robert Meyer ist 1978 dem „Werkkreis der Arbeitswelt“ beigetreten, war 1979 Gründungsmitglied der Gruppe „Osnabrücker Realisten“ und 1994 Gründungsmitglied der Künstlergruppe „Melpomene“. Seit Ende der 1970er Jahre hatte Meyer zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.

Die Vernissage am Freitag, den 26. Januar um 19 Uhr begleiten Lotta Fischer (Geige) und Jonas Kreimeier (Klavier) musikalisch. Lotta , Enkeltochter bzw. Tochter, komplettiert die FAMILIENANGELEGENHEIT. Michael Möllenkamp, Freund der Familie und seit vielen Jahren
Modell für Robert, führt in die Ausstellung ein.

KURIOS lädt alle Interessierten herzlich zur Eröffnung an den Kirchplatz ein. Die Ausstellung ist vom 27. Januar bis zum 10. März täglich von 15 – 17 Uhr geöffnet.

Infos zur Mädchenschule

Das renovierte Fachwerkgebäude hat historische Bedeutung.
Nach einem Großbrand 1811 erfolgte der Wiederaufbau vieler Häuser am Kirchplatz in Ostercappeln. Als Sonderbau im Jahre 1814 errichtet, diente das Gebäude bis 1853 als Schule. Danach vornehmlich als Wohnhaus. Zu den bekanntesten Schülern der Mädchenschule zählte Ludwig Windthorst, der hier von 1818 bis 1820 am Unterricht teilnahm.
Die alte Mädchenschule hat eine Grundfläche von 67 Quadratmetern, die mit dem Obergeschoss auf rund 120
Quadratmeter Nutzfläche kommt. Das größte Zimmer im Erdgeschoss wird heute als Ausstellungsraum genutzt.
Im Obergeschoss befindet sich ein Teil der Dauerausstellung "Ludwig Windthorst in der Karikatur".

Im Haus befand sich in den 60er Jahren ein Friseursalon.
1996 verkaufte die katholische Kirchengemeinde das Haus.
Das sanierungsbedürftige Objekt wurde im Jahre 2009 von der alteingesessenen Familie Nülle erworben und der öffentlichen Nutzung überlassen.
Beteiligt sind der Verschönerungsverein, Starkes Dorf und Kulturring Ostercappeln.
Das Projekt soll einen Beitrag zur Belebung des Ostercappelner Kirchplatzes leisten.

Architekt Helmut von der Heyde, Thomas Nülle und Bürgermeister Rainer Ellermann entwickelten ein Sanierungs- und Nutzungskonzept.
Das Haus wurde 2009 mit einem "Tag der offenen Tür" eröffnet.
Seit der Eröffnung finden wechselnde Ausstellungen statt, die vom Kulturring Ostercappeln e. V. (Kurios) organisiert werden. Der Ausstellungsraum hat ca. 27 m2. Die Ausstellungsfläche kann durch mobile Hängewände um einige Quadratmeter vergrößert werden und verfügt über eine Vitrine. Podeste, Stelen und Wechselrahmen (70 x 100 cm) stehen zur Verfügung. Desweiteren gibt es eine Tourist-Info sowie das Ehrenamtsbüro (die Freiwilligen-Agentur).

 

Einige Informationen zu Ludwig Windthorst:
Am 17.01.1812 auf dem Gut Caldenhof in Ostercappeln-Hitzhausen als Sohn des Advokaten und Rentmeisters Joseph Windthorst geboren.

Ging zwei Jahre als einziger Junge in die Mädchenschule. (Er war sehr klein, 1,50 m und galt als zart.)

Gründer der Zentrumspartei, großer Parlamentarier und der größte Gegenspieler von Otto von Bismark.

Gestorben am 14.03.1891 in Berlin.