Kurios Ostercappeln
mit freundlicher Unterstützung vom
Die Alte Mädchenschule bleibt an folgenden Tagen geschlossen:
Montag, 08. April 2024 bis Donnerstag, 11. April 2024
und
Montag, 15. April 2024 bis Donnerstag, 18. April 2024
Vielen Dank für Ihr Verständnis.
Aktuelle Ausstellung
Kunstobjekte und Soundeffekte
Ausstellung von Petra Kuhn in der Alten Mädchenschule
Es die Verbindung unterschiedlicher Materialen, die die Kunstwerke der Objektkünstlerin Petra Kuhn aus Versmold ausmachen. Unter dem Titel „Nichtschwimmer – und die Kunst zu überleben“ präsentiert sie in der Alten Mädchen in Ostercappeln ab dem 4. Juli besondere Porzellangeschichten sowie kleine Porzellanköpfe auf Basalt. Diese Kunstwerke spiegeln sich auch in den ausgestellten Wortbildern zum Thema wider. Die darin enthaltenen Texte verschmelzen mit den Abbildungen. Dabei stellt sich heraus, dass es nur vordergründig um das Dargestellte geht. Ein großes Anliegen der Künstlerin ist Gemeinschaft, Gewinnen und Verlieren, aber auch Verantwortung. „Laut vieler deutscher Zeitungen könnten wir zu einem Land der Nichtschwimmer werden“, erklärt die Künstlerin.
Bei ihren ausgestellten Upcycling-Schiffen soll sich der Betrachter selbst ein Urteil bilden. Sind es Kreuzfahrtschiffe oder Flüchtlingsboote, die unterschiedliche Zwecke erfüllen? Oder sind es Luxusschiffe, die für Urlaub und Unterhaltung gebaut wurden und Passagiere unterschiedlicher Nationalitäten über die Meere fahren - während die Flüchtlingsboote oft klein und überfüllt sind und für die Überfahrt von Menschen genutzt werden, die vor Verfolgungen oder anderen Gefahren fliehen.
Petra Kuhn freut sich darauf, mit den ausgestellten Objekten tiefgründige Gedanken und Gespräche in Gang zu setzen.
Die Ausstellung „Nichtschwimmer – und die Kunst zu überleben“ von Petra Kuhn im Ostercappelner Kunstverein KURIOS in der Alten Mädchenschule wird am Freitag, 3. Juli 2026 um 19 Uhr – und nur dann mit zusätzlichen Soundeffekten ausgestattet – eröffnet und endet am 9. August.
Alte Mädchenschule, Kirchplatz 9 in Ostercappeln
Öffnungzeiten täglich (außer Di undd Mi) von 15 bis 17 Uhr.
Der Eintritt ist frei.
Demnächst
Große Oper - mal anders!
Richard Vardigans präsentiert Verdis „Nabucco“ in Ostercappeln
Opernfans - und auf keinen Fall nur die - kommen voll auf ihre Kosten, wenn Richard Vardigans in die Tasten eines Klaviers greift. Er braucht für seine Interpretationen der großen Opern weder Orchester noch Sänger, geschweige denn eine Theaterbühne.
Seine besondere Kunst präsentiert der aus England stammende Vollblutmusiker in diesem Jahr zum ersten Mal in der Ev. Pauluskirche in Ostercappeln auf Einladung des Kunstvereins KURIOS. Mit „Nabucco“ von Giuseppe Verdi bringt Richard Vardigans seinen Zuhörern auf ganz eigene, besondere Weise Musik und Handlung nahe – und das sowohl verständlich als auch humorvoll. Ob Opernkenner oder nicht: spannende musikalische Zusammenhänge und komplizierte Handlungsstränge bringt er im wahrsten Sinne spielerisch auf den Punkt. Und noch mal: Mehr als ein Klavier benötigt Richard Vardigans nicht, der seit über Jahren als Pianist, Dirigent und Dozent unterwegs ist, zuletzt als Generalmusikdirektor der Erzgebirgischen Theater und Orchester GmbH. Mit ihm macht Oper Spaß – auch mal anders.
„Oper mal anders“ – „Nabucco“ mit Richard Vardigans
Mittwoch, 10. September 2025 Beginn 19:30 Uhr
Ev. Pauluskirche, Bremer Str. 7, Ostercappeln.
Der Kartenvorverkauf läuft: bei BLUMEN KNOLLMEYER und in der Alten Mädchenschule.
Kartenreservierung unter kurios.ostercappeln@web.de
Karten im VVK 12 Euro, an der Abendkasse 15 Euro
Infos zur Mädchenschule
Das renovierte Fachwerkgebäude hat historische Bedeutung.
Nach einem Großbrand 1811 erfolgte der Wiederaufbau vieler Häuser am Kirchplatz in Ostercappeln. Als Sonderbau im Jahre 1814 errichtet, diente das Gebäude bis 1853 als Schule. Danach vornehmlich als Wohnhaus. Zu den bekanntesten Schülern der Mädchenschule zählte Ludwig Windthorst, der hier von 1818 bis 1820 am Unterricht teilnahm.
Die alte Mädchenschule hat eine Grundfläche von 67 Quadratmetern, die mit dem Obergeschoss auf rund 120
Quadratmeter Nutzfläche kommt. Das größte Zimmer im Erdgeschoss wird heute als Ausstellungsraum genutzt.
Im Obergeschoss befindet sich ein Teil der Dauerausstellung "Ludwig Windthorst in der Karikatur".
Im Haus befand sich in den 60er Jahren ein Friseursalon.
1996 verkaufte die katholische Kirchengemeinde das Haus.
Das sanierungsbedürftige Objekt wurde im Jahre 2009 von der alteingesessenen Familie Nülle erworben und der öffentlichen Nutzung überlassen.
Beteiligt sind der Verschönerungsverein, Starkes Dorf und Kulturring Ostercappeln.
Das Projekt soll einen Beitrag zur Belebung des Ostercappelner Kirchplatzes leisten.
Architekt Helmut von der Heyde, Thomas Nülle und Bürgermeister Rainer Ellermann entwickelten ein Sanierungs- und Nutzungskonzept.
Das Haus wurde 2009 mit einem "Tag der offenen Tür" eröffnet.
Seit der Eröffnung finden wechselnde Ausstellungen statt, die vom Kulturring Ostercappeln e. V. (Kurios) organisiert werden. Der Ausstellungsraum hat ca. 27 m2. Die Ausstellungsfläche kann durch mobile Hängewände um einige Quadratmeter vergrößert werden und verfügt über eine Vitrine. Podeste, Stelen und Wechselrahmen (70 x 100 cm) stehen zur Verfügung. Desweiteren gibt es eine Tourist-Info sowie das Ehrenamtsbüro (die Freiwilligen-Agentur).
Einige Informationen zu Ludwig Windthorst:
Am 17.01.1812 auf dem Gut Caldenhof in Ostercappeln-Hitzhausen als Sohn des Advokaten und Rentmeisters Joseph Windthorst geboren.
Ging zwei Jahre als einziger Junge in die Mädchenschule. (Er war sehr klein, 1,50 m und galt als zart.)
Gründer der Zentrumspartei, großer Parlamentarier und der größte Gegenspieler von Otto von Bismark.
Gestorben am 14.03.1891 in Berlin.